Welche Vorstellungen haben Sie zur zukünftigen Bebauung unserer Gemeinde? Wie wollen Sie den fortschreitenden Flächenfraß eindämmen?
Der Flächenverbrauch durch Baumaßnahmen ist eine der größten Bedrohungen für unsere Natur und kann durch sogenannte "Ausgleichsmaßnahmen" nicht abgemildert werden. Eine weitere Vergrößerung der Verkehrs- und Siedlungsfläche durch neue Baugebiete und Bauvorhaben im Außenbereich wäre aus Naturschutzsicht katastrophal. Als primäre Planungsinstanz haben hier die Gemeinden eine besondere Verantwortung.
Die Gemeinde Bickenbach liegt verkehrsgünstig zwischen Rhein-Main-Neckar-Region und zählt somit zu einer äußerst attraktiven Wohn- und Gewerberegion. Daher ist – trotz bundesweitem Bevölkerungsrückgang aufgrund des demografischen Wandels – in Bickenbach kurz- und mittelfristig mit einer weiteren signifikanten Bevölkerungszunahme zu rechnen. Dies verstärkt den wirtschaftlichen Druck auf dem Markt für Wohn- und Gewerbeimmobilien, insbesondere für einkommensschwache Haushalte oder auch Kleinbetriebe. Es ist unser erklärtes Ziel diesen großen und wichtigen Bevölkerungsgruppen eine adäquate Teilhabe am regionalen Wohnungsmarkt zu ermöglichen. Als Gemeinde lässt sich dies nur durch die deutliche Erhöhung des Angebotes am Wohnungsmarkt erreichen. Dies wollen wir vornehmlich durch die maßvolle Nachverdichtung im bestehenden Ortsgebiet erreichen. Wir wissen, dass die Nachverdichtung nicht immer bei allen auf Begeisterung stößt. Wir sehen hier jedoch die Verantwortung aller handelnden Akteure, schließlich ist die Nachverdichtung die einzige Möglichkeit dem Siedlungsdruck gerecht zu werden und gleichzeitig den zusätzlichen Flächenverbrauch auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen. Dies wurde zuletzt bereits im Bereich der „Neuen Mitte“ und der August-Bebel-Straße realisiert.
Diese Maßnahmen allein werden jedoch nicht ausreichen, um den Bedarf vollständig zu decken, so dass hier ein deutlicherZielkonflikt zwischen der Maßgabe zur Minimierung des Flächenverbrauches und der notwendigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und nachhaltigen Gewerbeflächen besteht. Daher werden wir als Gemeinde Bickenbach realistisch gesehen nicht vollständig auf die Ausweisung neuer Baugebiete für Gewerbe und Wohnnutzung im Ortsrandbereich verzichten können.
Insbesondere für die Ansiedlung von Gewerbe ist die Schaffung von größeren zusammenhängenden Flächen notwendig, um expandierenden Firmen die Möglichkeit zu geben die Flächen auf ihre Betriebe zugeschnitten aufzubauen. Diese Flächen müssen neben einer guten Verkehrsanbindung auch einen entsprechenden Abstand zur Wohnbebauung aufweisen, um störende, gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden. Daher können diese Flächen nicht in die vorhandene, von Wohnnutzung geprägte, Siedlungsstruktur eingeflochten werden. In diesem Bereich muss aber weiterhin darauf hingewirkt werden, dass brachliegende Gewerbegrundstücke möglichst zügig einer Nachnutzung zugeführt werden, um diese Flächen nicht ungenutzt zu lassen.
Bei allen neuen Baugebieten ist eine naturverträgliche, nachhaltige Bauweise selbstverständlich. Dies beinhaltet die Minimierung des Flächenverbrauches auf das unbedingt nötige Maß, entsprechende Rand- und Übergangszonen, einem nennenswerten Anteil öffentlicher Grünflächen innerhalb der Bebauung, aber auch entsprechenden Festsetzungen im Bebauungsplan zur Erschließung und Nutzung regenerativer Energiequellen, einer zeitgemäßen Niederschlagswasserbewirtschaftung auf den Grundstücken und einer Bauweise, die das Mikroklima – insbesondere in Hitzeperioden – nicht weiter belastet. Das neue Gewerbegebiet „In der Delle“ weist alle diese Merkmale auf. Entgegen den Befürchtungen anderer politischer Akteure, dass diese strengen Vorgaben Gewebebetriebe abschrecken würden, zeigt sich, dass die Attraktivität solch hochwertiger Flächen enorm ist. Dies zeigt, dass es also durchaus möglich ist, neue Siedlungsgebiete ökologisch verträglich zu entwickeln.
Wie möchten Sie lokal zur Eindämmung der Klimakrise beitragen? Wie kann unsere Gemeinde nachhaltiger werden?
Die Einhaltung des 1,5° Ziel des Pariser Klima-Abkommens ist zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen außerordentlich wichtig, aber aktuell stark gefährdet. Wo sehen Sie konkrete Potenziale den CO2 Ausstoß in der Gemeinde zu verringern? Wie kann die Gemeinde zur Verkehrs- und Energiewende beitragen.
Wir sehen drei Themenfelder, in der die Gemeinde Bickenbach zur CO2-Einsparung und Verkehrswende beitragen sollte:
1) Direkte Maßnahmen
Die Gemeinde hat im Vergleich zu den Sparten Industrie und Verkehr im Gesamtkontext gesehen nur verhältnismäßig geringe eigene Möglichkeiten, den CO2-Austoß direkt zu reduzieren. Dieses Potential zu nutzen, hat aber eine wichtige Vorbildfunktion, so dass es unerlässlich ist, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Hierbei ist neben der bereits erfolgten Umstellung der Bickenbacher Straßenbeleuchtung auf die energiesparende LED-Technik, der Verbesserung der Gebäudewärmedämmungen in Verbindung mit dem Einsatz einer energieeffizienten Heizungsanlage im Bürgerhaus auch der Einsatz energiesparender Maschinen und Baufahrzeuge im gemeindlichen Fuhrpark zu nennen. Außerdem ist eine Photovoltaikanlage auf dem gemeindlichen Bauhof derzeit in der baulichen Umsetzung, eine weitere Photovoltaikanlage ist auf der Kläranlage des Abwasserverbandes seit letztem Jahr in Betrieb. Im laufenden Jahr wird zusätzlich auf dem SKG-Heim eine weitere Photovoltaikanlage installiert.
Gänzlich anders ist die Rolle der Gemeinde hingegen beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu sehen. Die für uns erkennbaren Folgen des Klimawandels sind die massiven Änderungen des jeweiligen Mikroklimas in den einzelnen Quartieren der Gemeinde. Hiergegen kann die Gemeinde Bickenbach durch entsprechende Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums, der öffentlichen Grünflächen und durch Festsetzungen in neuen Bebauungsplänen maßgeblich die Auswirkungen dieser Änderungen des Mikroklimas beeinflussen. Hierzu ist es zusätzlich notwendig, öffentliche Grünflächen innerhalb der Gemeinde zu erhalten und nach Möglichkeit auch zu erweitern.
In diesem Zusammenhang ist vor Allem der Umgang mit Niederschlagswasser neu zu überdenken. Anstatt einer möglichst schnellen Ableitung des Wassers ist künftig im Sinne des sogenannten „Schwammstadtkonzepts“ eine Speicherung des Niederschlagswassers im Wurzelraum von Pflanzen auszubauen, um durch deren Verdunstung in Trockenphasen einer Überhitzung der Siedlungsgebiete entgegenzuwirken. Dies reduziert zugleich da Risiko urbaner Sturzfluten infolge von Starkniederschlägen.
Im Ortsrandbereich sind insbesondere Kaltluft produzierende Flächen zu etablieren und deren Kaltluftschneisen langfristig frei von Bebauung zu halten.
Die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an die geänderten Anforderungen ist eine zentrale Aufgabe, mit der wir uns schon über Jahre hinweg beschäftigen. Leider bremsen bisher politische Einflüsse in der Gemeindevertretung dieses Vorhaben stark aus, so dass die im ersten Schritt notwendige ganzheitliche Betrachtung leider bisher nicht beschlossen wurde. Hierzu gehören eine ganzheitliche Analyse und Optimierung des Verkehrsflusses aber auch des öffentlichen Parkraumes. Ein geordneter ruhender Verkehr schafft zunächst einmal die Basis, um den fließenden Verkehr sowohl für motorisierte Verkehrsteilnehmer als auch für Fußgänger und Radfahrer überhaupt erst ordnen zu können. Dies ist bei den derzeit so massiv vollgeparkten Straßen in Bickenbach schlichtweg unmöglich. Ein geordneter fließender Verkehr reduziert die notwendigen Brems- und Wiederanfahrvorgänge, so dass neben einem deutlichen Gewinn an Verkehrssicherheit für motorisierte und nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer auch der Treibstoffverbrauch reduziert wird. Der geringere Abgasausstoß und insbesondere die geringere Bremsstaubproduktion verbessern spürbar die Luftqualität. Die umweltfreundlichsten- und gesündesten Arten der Fortbewegung sind Laufen und Fahrradfahren. Hierzu ist die Schaffung- und Instandhaltung der entsprechenden Wege, aber auch der nötigen Nebenanlagen wie sichere Fahrradabstellplätze, Schutzstreifen, Querungshilfen, nötig. Hierbei zeigt sich der Erfolg solcher Maßnahmen sehr gut anhand der verkehrslenkenden Maßnahme rund um die Schulinsel, die eines der ersten Projekte von Bürgermeister Markus Hennemann war und heute für eine sichere Andienung von Schule und Kindergarten, aber auch für ausreichend Parkraum für Anwohner sorgt. Diesem Erfolg angeknüpft wurden weitere Maßnahmen in einigen Straßen mit erhöhtem Busverkehr, weitere Schwerpunktmaßnahmen in Bereichen mit hohem Verkehrs- und Parkdruck müssen nach sorgfältiger Planung in den folgenden Jahren umgesetzt werden. Zusätzlich setzen wir uns für die Ausweitung der öffentlichen E-Ladeinfrastruktur ein, um die Akzeptanz der Elektromobilität weiter zu steigern.
An diesen Zielen arbeitet die SPD-Bickenbach schon über Jahre hinweg und wird diese Themen auch – hoffentlich mit den nötigen Mehrheiten – verstärkt voranbringen.
2) Indirekte Maßnahmen
Auf indirektem Wege kann die Gemeinde im Rahmen der Beschaffung von Waren und Gütern den Energieeinsatz im Lebenszyklus dieser Produkte beachten und hier gezielt Produkte mit geringem Energieeinsatz für Herstellung, Transport, Nutzung und späterem Recycling einsetzen. Der Anfang darin liegt bereits im verstärkten Einsatz regionaler Produkte und Dienstleistungen, um den CO2-Austoß im Transportbereich erheblich zu reduzieren.
Die fortwährende Instandhaltung von Infrastrukturanlagen wie zum Beispiel der gemeindlichen Straßen verlängert deren Lebensdauer, so dass energie- und kostenintensive Erneuerungsmaßnahmen seltener nötig sind und somit auf indirektem Wege der damit einhergehende CO2-Austoß minimiert wird.
Durch die aktive Nutzung und Förderung digitaler Strukturen lassen sich – trotz der damit in Verbindung stehenden energieintensiven Serveranlagen – erhebliche Energieeinsparungen bewirken. Diese zeigen sich vorrangig durch ein geringeres Transport- und Berufspendleraufkommen. Hierbei ist konkret die Stärkung der papier- und fahrweglosen Verwaltungsvorgänge durch die Einführung von Onlineverfahren als auch der verstärkte Ersatz von Dienstreisen, Besprechungen und Sitzungen durch entsprechende Video- und Datenlösungen zu nennen.
Der – von Bürgermeister Markus Hennemann initiierte – Bau einer flächendeckenden, bezahlbaren Glasfaserinfrastruktur durch die Gemeinde Bickenbach und die GGEW ist hierfür die Basis. Gleichzeitig schafft diese Infrastruktur für zahlreiche Bürger die Möglichkeit zur Nutzung von Heimarbeitslösungen und somit neben der entsprechenden Energieeinsparung auch die nachhaltige Entlastung der gemeindlichen- und überregionalen Verkehrsinfrastrukturen. Auch im Rahmen von Neubaugebietserschließungen achten wir darauf, dass die, auf dem Grundstück erschließbaren regenerativen Energieträger genutzt werden müssen und sich der CO2-Fußabdruck des Gebietes damit reduziert.
3) Lenkungs- und Steuerungswirkung
Neben dem eigenen Handeln zur direkten- und indirekten Reduzierung des CO2-Austoßes liegt ein großes Potential der Gemeinde in der Lenkungs- und Steuerungswirkung insbesondere bei der Aufstellung von Bebauungsplänen.
Hierzu zählt beispielsweise die Verpflichtung zur Nutzung einer effizienten Nahwärmeinfrastruktur bei neuen Quartiersentwicklungen, aber auch der verpflichtende Einsatz von Photovoltaikanlagen.
Die Anpassung neuer Bebauungspläne an sommerliche Hitzeperioden durch die Ausweisung und Festsetzung von Kaltluftentwicklungsgebieten, kühlenden Grünanlagen, hitzestrahlungsreflektierender Gebäudehüllen und Hitzeschutzmaßnahmen an den Fenstern reduziert zum Beispiel den Energieverbrauch für die Gebäudeklimatisierung.
Unterstützen Sie eine naturnähere und zukunftsgewandte Bewirtschaftung des Gemeindewaldes und wie möchten Sie dies umsetzen?
Der Wald erfüllt heute vielfältige Funktionen. Er wird als Naturraum zur Erholung geschätzt, er ist Lieferant für Holz, CO2-Speicher und Schutzraum für Tiere und Pflanzen.
Welche Waldfunktion(en) stehen für Sie im Vordergrund?
Was möchten Sie tun, um den Wald zu unterstützen, damit er in Zeiten des Klimawandels diese Funktion(en) weiter erfüllen kann.
Welche Ideen haben Sie, um auch zukünftig Bürger und Naturschutzverbände an den Entscheidungsfindungen zu beteiligen?
Werden Sie sich für eine größere Transparenz und mehr Informationen für Bürger zum Thema Wald einsetzen, z.B. durch Informationen auf der Webseite und in der Presse?
Der gemeindeeigene Wald erfüllt unserer Ansicht nach vorrangig die drei Hauptfunktionen Erholungsraum für die Bevölkerung, Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie die Regulierung des Mikroklimas.
Hierbei ist die Erholungsfunktion für Spaziergänge und Fahrradtouren weitestgehend auf die Wege in den Wäldern begrenzt, umfasst aber auch die nicht durch Wege erschlossenen Waldbereiche, zum Beispiel für spielende Kinder.
Der Funktion des Waldes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist dessen ureigene, natürlich Grundfunktion. Hierzu ist Erhaltung der Artenvielfalt durch die Schaffung entsprechender, ökologisch attraktiver Rückzugs- und Schutzgebiete eines der wichtigsten Ziele einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.
Insbesondere in den, aufgrund des Klimawandels, häufiger, intensiver und langanhaltender auftretenden Hitzephasen ist die Funktion des Waldes als Kaltluftentstehungsgebiet und als Feuchtigkeits- und Temperaturausgleichsgebiet unerlässlich. Diese Funktion steigert auf direktem Wege das Wohlbefinden der in den Siedlungsgebieten lebenden Menschen durch ein ausgeglicheneres Mikroklima.
Der gemeindeeigene Wald wird durch das professionell aufgestellte Forsteinrichtungswerk nachhaltig bewirtschaftet. Oberstes Ziel ist hierbei der Erhalt einer möglichst gesunden Waldstruktur. Hierzu wird jedes Jahr deutlich mehr Geld für Schutz- und Wiederaufforstungsmaßnahmen ausgegeben als durch Holzeinschlage erwirtschaftet wird. Davon überzeugen sich die Gemeindevertreter und Beigeordnete regelmäßig bei den Waldbegehungen.
Leider hat der hiesige Wald vermehrt mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Hierzu zählt neben langen Trocken- und Hitzestressperioden auch das vermehrte Auftreten starker Stürme, teilweise bereits früh im Jahr und somit noch in der laufenden Vegetationsperiode. Die hier vorherrschenden Sandkieferwälder sind nur bedingt trockenstresstauglich, so dass die Waldflächen anfällig gegen Windbruch und Borkenkäferbefall sind. Zusätzlich sind die ursprünglich häufig als Wirtschaftswald in Monokultur angelegten Flächen am Ende ihres natürlichen Lebenszyklus angekommen und müssen dementsprechend geerntet und durch Neuanpflanzungen ersetzt werden.
Um die weitere Schädigung der Waldstruktur zu begrenzen ist es unserer Meinung nach erforderlich, Windbruchholz und vom Borkenkäfer befallenes Holz schnell und gezielt aus dem Wald zu entfernen, um eine Ausbreitung dieser Schädlinge zu verhindern. Gleichzeitig ist der Ersatz der inzwischen aufgrund des Klimawandels nicht mehr standortgerechten Gehölze durch trockenstressresistentere Gehölze notwendig, um die Waldflächen für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und eine Versteppung dieser Flächen zu verhindern. Hierzu sind vermehrt großflächige Neuaufforstungen nötig. Diese brachial wirkenden Maßnahmen dienen letztlich vorrangig der langfristigen Erhaltung des Waldes.
Wir sehen in den Naturschutzverbänden eine wichtige Funktion zur Sensibilisierung der Bürger hinsichtlich der Bedeutung und Funktion des Waldes. Gleichzeitig sind Naturschutzverbände wichtige Impulsgeber für neue Ansätze in der Bewirtschaftung des Waldes, die immer gerne gehört werden. Hierzu gab- und gibt es bereits entsprechende Rahmen, wie zum Beispiel der „Runde Tisch Wald“ auf Initiative der Gemeinde Bickenbach, indem zum Beispiel das Bewirtschaftungsmodell des Nordwaldes in Darmstadt vorgestellt und diskutiert wurde. Die Prüfung solcher Vorschläge hinsichtlich der Übertragbarkeit auf den Bickenbacher Gemeindewald sowie eine mögliche gesetzeskonforme Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert aber zusätzlich das Fachwissen und die Vernetzung des mit der Bewirtschaftung des Bickenbacher Waldes beauftragten Revierförsters. Die damit einhergehenden komplexen gesetzlichen und vergaberechtlichen Anforderungen können weder von Naturschutzverbänden noch von Gemeindevertretern ohne dessen Beratung in Gänze abgedeckt werden. Aufgabe der gemeindlichen politischen Organe ist hierbei vielmehr das Aufnehmen und Abwägen der verschiedenen Interessen, der Festlegung der Handlungsschwerpunkte und letztlich die Beauftragung der Forsteinrichtung mit der Umsetzung dieser Ziele sowie der Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel.
Eine intensive Pressearbeit der Gemeinde Bickenbach zum Thema Wald wird bereits seit einigen Jahren praktiziert. Maßnahmen und Hintergründe werden regelmäßig in der lokalen Presse erläutert und können zukünftig auch durch eine eigene Themenseite auf der gemeindlichen Homepage ergänzt werden. Auch die weitere Etablierung der beiden Waldkindergartengruppen vor einigen Jahren fördert die frühkindliche Identifikation mit unserem Bickenbacher Wald und sichert so eine nachhaltige Bewirtschaftung durch die möglicherweise zukünftigen Entscheidungsträger innerhalb der kommunalpolitischen Strukturen der Gemeinde Bickenbach.
18.04.2026, 09:30 Uhr - 15:30 Uhr
Landesparteitag
21.04.2026, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Planungs-, Landwirtschafts- und Umweltausschuss
23.04.2026, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss
24.04.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr
Babbeln un Hieheern
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