Der von Bürgermeister Markus Hennemann eingebrachte Haushalt 2026 zeigt viele positive Aspekte. Trotz höherer Belastungen durch steigende Umlagen, den Wegfall der Schlüsselzuweisungen und Mindereinnahmen infolge der Grundsteuerreform bleibt die Gemeinde finanziell stabil. Der Etat weist ein positives Ergebnis von 66.000 € und einen Zahlungsmittelüberschuss von rund 625.000 € aus. Wichtig für Bürgerschaft und Gewerbe: Die Hebesätze bei Grund- und Gewerbesteuer bleiben stabil.
„Gerade in diesen Zeiten ist entscheidend, dass wir verlässlich wirtschaften und trotzdem investieren können – ohne die Menschen zusätzlich zu belasten“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Tim Schmöker.
Besonders erfreulich ist die Einnahmesituation durch stabile Gewerbesteuereinnahmen sowie höhere Anteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Das bestätigt den Kurs einer aktiven, serviceorientierten Wirtschaftsförderung und die enge Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gewerbe.
„Der Erfolg unseres Bürgermeisters bei der Wirtschaftsförderung stärkt die Gemeinde. Das schafft Spielräume, die wir für Zukunftsprojekte brauchen“, betont die Vorsitzende Angelika Benz.
Ein Wermutstropfen bleibt: Bickenbach erhält keine Schlüsselzuweisung vom Land – ein Wegfall von 600.000 €. Gleichzeitig steigen Kreis- und Schulumlage. Hier braucht es eine verlässlichere Ausstattung durch das Land.
Auch die Grundsteuerreform wirkt nach: Bei konstantem Hebesatz bringt die Grundsteuer B nun rund 200.000 € weniger ein. Dadurch zeigt sich aber auch, dass die Bickenbacher im Schnitt entlastet wurden – auch wenn es Fälle mit Mehrbelastung gibt.
„Wir wollen, dass Belastungen nachvollziehbar sind und niemand mit seinem Anliegen allein gelassen wird – besonders dann, wenn sich durch Reformen die persönliche Situation verändert“, sagt der Vorsitzende Karlheinz Schneider.
Dank guter Einnahmen und steigender Rücklagen können wichtige Vorhaben solide finanziert werden: die Sanierung der Karl-Marx-Straße, Investitionen in Bauhof und Jugendtreff und der Bau der Zweifelderturnhalle. Positiv ist zudem, dass der Etat Schwerpunkte bei Personalbindung (Jobticket) und der Anerkennung des Ehrenamts – insbesondere der Feuerwehr – setzt.