Bei der Abstimmung über den Bau einer 4 ha großen Photovoltaikanlage zwischen dem Weidhof und dem Lindenhof durch die GGEW stimmten alle Mitglieder der SPD-Fraktion gemäß ihrer persönlichen Überzeugung ab. Daher unterstützten fünf Mitglieder der SPD-Fraktion, darunter der Fraktionsvorsitzende Tim Schmöker, den Bau der Anlage, weitere vier Mitglieder, darunter der Ortsvereinsvorsitzende Markus Hennemann, lehnten den Bau an diesem Standort ab.
In den allermeisten Aspekten, die bei der Abwägung des Für und Wider eine Rolle spielten, waren sich die Bickenbacher Genossen einig.
- So sehen alle im Ausbau erneuerbarer Energien, darunter auch der Photovoltaik, einen sehr wichtigen Baustein zum Schutz des Klimas und dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt für die folgenden Generationen.
- Auch waren sich alle SPD-Gemeindevertreter einig, dass die aus den Kreisen der Reiterschaft vorgebrachten Bedenken wegen Lärm, Strahlung und Reflektionen durch einer Photovoltaikanlage völlig unbegründet sind.
- Und schließlich trieb alle die Sorge um, dass nach dem Bau der Photovoltaikanlage einige Reiter ihr Pferd nicht weiter auf dem Weidhof einstellen und dadurch die Existenz des Weidhofs gefährdet wird.
In der Abwägung dieser und weiterer Aspekte kamen die neun Gemeindevertreter der SPD zu unterschiedlichen Ergebnissen. Da eine gemeinsame Enthaltung bei der Abstimmung für alle nur ein fauler Kompromiss gewesen wäre, entschlossen sich die Fraktionsmitglieder, dieses mal nicht gemeinsam abzustimmen sondern jedem Einzelnen diese schwere Entscheidung selbst zu überlassen.
Während der Sitzung der Gemeindevertretung legte daher zunächst der Fraktionsvorsitzende Tim Schmöker dar, warum er gemeinsam mit Martina Riege-Barth, Andreas Stolz, Anja Bormuth und Wieland Keller den Bau der Photovoltaikanlage befürwortet. Anschließend erläuterte der Ortsvereinsvorsitzende Markus Hennemann, warum er gemeinsam mit Karsten Mattauch, Jürgen Winnefeld und Wolfgang Schlater gegen den Bau stimmt.
Da die an diesem Abend neun anwesenden Mitglieder der CDU-Fraktion und beide Komm,A-Gemeindevertreter für die Anlage stimmten und die FDP sich enthielt, wurde die Anlage schließlich mit 16 Ja-Stimmen bei 4 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen klar befürwortet.