Amtseinführung von Bürgermeister Markus Hennemann

Veröffentlicht am 17.12.2017 in Fraktion

Grußwort
unseres Fraktionsvorsitzenden Tim Schmöker
anlässlich der Amtseinführung von
Bürgermeister Markus Hennemann am 14. Dezember 2017

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
meine Damen und Herren,
verehrte Ehrengäste,

liebe Danny, lieber Markus,

wir, die gesamte SPD Bickenbach, wir freuen uns sehr, dass wir Dir heute zu Deiner Amtseinführung als unser neuer Bürgermeister gratulieren dürfen. Wir wünschen Dir für Deine neue Aufgabe alles Gute und eine erfolgreiche erste Amtszeit.

Bevor ich noch einige Anmerkungen zu Dir und an Dich richten will, möchte ich meinen Dank und meinen Respekt zunächst den beiden anderen Bewerbern gegenüber ausdrücken.

Lieber Patrik Ebbers,

Du hast sicherlich einen etwas anderen Wahlkampf geführt als Deine beiden Mitbewerber - so ganz ohne Plakate zum Beispiel. Aber Du hast nicht nur als erster Deinen Hut in den Ring geworfen und den Mut gehabt, gegen Deinen künftigen Chef anzutreten. Du hast auch im Wahlkampf gerade bei den Themen, bei dem die beiden anderen Kandidaten sich mehr oder weniger einig waren, klare Kontrapunkte gesetzt und somit eine echte Alternative angeboten. Ich erinnere mich noch gerne an Deinen nicht nur kompetenten, sondern auch sehr sympathischen Auftritt hier beim Echoforum – auch wenn Du nicht für jede inhaltliche Aussage Applaus von mir bekommen hast.
Lieber Patrik, vielen Dank für dein Engagement und alles Gute für eine fruchbare Zusammenarbeit mit Deinem neuen Chef.

Sehr geehrter Herr Kirch,

Sie hatten den Mut und die Entschlossenheit, mit großem Engagement in einen Wahlkampf einzutreten, von dem Sie von Anfang an gewusst haben müssen, dass es schwer werden wird, am Ende auch tatsächlich die Wahl zu gewinnen. Denn Sie hatten es zwar nicht mit einem Amtsinhaber zu tun, aber mit einem Kandidaten, der in Bickenbach schon lange bekannt und anerkannt ist und auch bei Wahlen in der Vergangenheit sehr gute persönliche Ergebnisse erreicht hat. Wenn ich mir die Kandidatenlage in anderen Orten in der letzten Zeit anschaue, hätten Sie sich einen leichteren Mitbewerber heraussuchen können. Aber unsere CDU hat Sie ganz offenbar von Bickenbach überzeugt und dass es sich lohnen könnte, in eine solchen Wahlkampf zu gehen. Und das haben Sie, das haben Sie gemeinsam mit Ihrer Familie und der Bickenbacher CDU mit vollem Einsatz gemacht. Sie haben nicht nur einen sehr professionellen und fairen Wahlkampf geführt, Sie sind auch kompetent, glaubwürdig und sympathisch rübergekommen – und haben uns durchaus ins Schwitzen gebracht. Sie haben dadurch ganz entscheidend mit dazu beigetragen, dass sich die Bickenbacherinnen und Bickenbacher für diese Wahl interessiert haben und dass sie sich in beiden Wahlgängen in großer Anzahl beteiligt haben. Und Sie wurden mit einem zweifelsfrei sehr guten Ergebnis belohnt. Sie werden aber verstehen, dass ich nicht all zu traurig bin, dass es am Ende nicht für den ersten Platz gereicht hat.
Sehr geehrter Herr Kirch, ich möchte Ihnen aber ganz persönlich für dieses sehr gute Ergebnis gratulieren. Ich bin mir sicher, dass wir irgendwann davon lesen werden, dass Sie an andere Stelle eine neue und interessante Aufgabe bekommen werden. Alles Gute dafür.

Liebe Gäste, lieber Markus,

Selbstverständlich ist das heute ein Tag, auf den viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Bickenbach seit vielen Jahren gewartet haben. Nach 24 Jahren gemeinsam mit einem Bürgermeister, der nicht aus unseren Reihen stammt, freuen wir uns sehr, dass es in den nächsten Jahren wieder anders sein wird.

Ich möchte es auch heute nicht versäumen, nochmal zu erwähnen, dass wir gerade auch in den letzten 15 Jahren viel gemeinsam mit Dir, lieber Günter, gut und freundschaftlich zusammengearbeitet und Bickenbach vorangebracht haben, und wir dir dafür ausdrücklich danken.

Aber als Mitglied oder Unterstützer einer Partei, findet man es immer noch besser, wenn der Chef der Regierung, und das ist bei uns eben der Bürgermeister, aus den eigenen Reihen stammt. Diesen Wunsch haben wir in einem gemeinsamen Wahlkampf gespürt und er war ein Baustein für die hohe Motivation des Ortsvereins und eines großen Umfeldes in diesem Wahlkampf. Ich werde diese Stimmung am Wahlabend, dieses Gefühl zwischen großer Freude, gewonnen zu haben, und der Erleichterung, nicht verloren zu haben, nicht mehr vergessen. Ich vermute, dass es Dir ähnlich geht und dass es dich in den nächsten Jahren tragen wird.

Lieber Markus,

auch wenn es vor allem die Bickenbacher SPD war, die Dich in diesem Wahlkampf unterstützt hast, wirst du sicher kein „SPD-Bürgermeister“ werden. So was gibt es nämlich nicht. Ich habe das in der HGO noch nirgends gelesen. Es ist gut zu wissen, dass Dein Herz an der richtigen Stelle schlägt - aber ab dem 1. Januar wirst Du ein Bürgermeister für alle Bickenbacherinnen und Bickenbacher werden, für die, die Dich unterstützt und gewählt haben, für die, die einen der anderen Kandidaten gewählt haben, vor allem aber auch für die, die gar nicht wählen waren. Das sind übrigens nicht nur das Drittel der Nichtwähler, sondern auch die Kinder und Jugendlichen in Bickenbach oder sämtliche Nicht-EU-Bürger, die gar nicht wählen durften. Da ich aber genau weiß, dass es Dir um die Menschen hier in Bickenbach geht, weiß ich, dass Du dieses Amt ausgleichend und überparteilich ausüben wirst. 

Dabei stehen zahlreiche Aufgaben an:

Manches muss nur noch zu Ende gebracht oder vielleicht sogar nur noch eingeweiht werden:

  • Bahnhof und Karl-Schemel-Platz

Anderes wurde zwar von Günter Martini angefangen, ein Großteil der Arbeit steht aber noch an

  • Bürgerhaus und Baumprogramm

Wiederum anderes steht schon länger auf der Agenda, ist aber in letzter Zeit nicht mehr begonnen worden:

  • Waldkolonie und Verkehrssituation

Gerade hier wird es darum gehen, Kompromisse zu finden.

Und an anderer Stelle zeichnen sich neue Entwicklungen ab, die Deinen ganzen Einsatz erfordern werden:

  • Rückgang der Steuereinnahmen bei der Haushaltsplanung 2018

  • Alnatura

Und ein großes Projekt wird absehbar deine erste Zeit als Bürgermeister dominieren:

  • Die Neue Mitte

Damit sind die berühmten ersten 100 Tage schon locker gefüllt und ich könnte noch ein bisschen weitermachen, aber Du hast ja gewusst, auf was Du Dich einlässt, als Du Deine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hast.

Denn zum einen bringst Du reichlich Erfahrung als geborener Bickenbacher und als langjähriger Gemeindevertreter mit, Du kennst die Strukturen, die Personen, die Themen, du kennst viele Hintergründe. Zum anderen hast Du aber auch beruflich in den letzten Jahren die Verwaltungserfahrung und Kompetenzen gesammelt, die Du brauchen wirst, um ein guter Chef für unsere Verwaltung, unseren Bauhof, unseren Jugendtreff und unsere Feuerwehr zu werden. Und dass du als Sozialpädagoge gut mit den Menschen aller Generationen umgehen kannst, versteht sich von alleine.

Und dabei ist Bürgermeister in Bickenbach ist sicherlich kein Job, bei dem man jeden Tag ausschlafen kann und am Wochenende immer frei hat. Im Gegenteil: Bürgermeister wirst du immer sein, am Schreibtisch im Rathaus, im Verein, beim Einkaufen und auch bei der Radtour zum Angeln am Erlensee – und vielleicht auch mal Mitten in der Nacht, wenn die Kameraden der Feuerwehr zu einem größeren Einsatz müssen.

Ich muss vermutlich nicht erwähnen, dass es in Bickenbach die gute Tradition gibt, dass Bürgermeister immer über eine lange Zeit im Amt bleiben. Mit Georg Blum von 1948 bis 1968, Karl Schemel von 1968 bis 1993 und Günter Martini von 1994 bis 2017 haben wir in 70 Jahren nur drei Bürgermeister gehabt. Du musst die 100 Jahre nicht unbedingt vollmachen, aber vielleicht sind die 90 Jahre mal ein Ziel.

Lieber Markus,

wir wissen, dass Du das Zeug dazu hast und dass Du den Willen hast, Bickenbach voranzubringen. Aber trotzdem könntest Du diese Aufgabe als Bürgermeister nicht übernehmen, wenn nicht Deine gesamte Familie hinter dir stehen würde. Und das tut sie. Danny kennt Dich schon immer als politischen Menschen, dessen Herz zuallererst für seine Familie schlägt, dann aber gleich wir Bickenbacher kommen. Sie wusste genau, welchem Mann sie 2001 geheiratet hat. Von dieser Leidenschaft hast du Sie ja auch überzeugt und daher freue ich mich sehr, dass sie unserer Fraktion seit mehreren Jahren der SPD-Fraktion angehört und auch künftig angehören wird. Und Eure Kinder Emily und Lenny kennen dich eh nicht anders. Gerade für die beiden wünsche ich Dir, dass es trotz Deines Amtes gelingt, genügend Zeit für Deine Familie zu finden, so dass Du einfach auch mal Papa und Ehemann sein kannst (und Sohn und Bruder und Onkel und Schwager natürlich auch). Und von den Bickenbacherinnen und Bickenbachern wünsche ich mir, dass sie Dir diese Zeit auch geben.

Liebe Gemeindevertreter und Beigeordnete,

auch für uns wird das gemeinsame Arbeiten ein anderes werden, denn es hängt immer auch an den handelnden Personen. Und da wir nicht nur einen neuen Bürgermeister bekommen werden, sondern sich auch andere Funktionen ändern werden, wird das Arbeiten erstmal ein anderes werden. Da wir uns alle aber seit vielen Jahren kennen, mit unseren Stärken und mit unseren Schwächen, bin ich sehr optimistisch, dass uns das gemeinsame Arbeiten, das gemeinsame Streiten um die besseren Ideen und das Suchen und Finden nach vernünftigen Kompromissen weiterhin gelingen wird. Es stehen eine Menge großer Aufgaben für die nächsten Jahre an (ein paar hatte ich erwähnt) und da erwarten die Bickenbacherinnen und Bickenbacher zu recht, dass wir Ehrenamtlichen in den Gremien gemeinsam mit unserem neuen Bürgermeister Markus Hennemann und unserem kompletten Rathaus an einem Strang ziehen, dass wir uns dort, wo wir abweichende Haltungen haben, wenn möglich auf Kompromisse einigen (die idealerweise nicht teuer werden), und dass es auch dann, wenn ein Kompromiss mal nicht möglich ist, es immer noch möglich bleibt, nach der Sitzung gemeinsam in ein Bickenbacher Lokal zu gehen und das berühmte Bier hinterher zu trinken. Es ist dabei übrigens nicht unüblich, dass der Bürgermeister für die versammelte Runde auch mal eines ausgibt…

Liebe Gäste, lieber Markus,

normalerweise überreicht man zum Ende eines solchen Grußwortes ein großes Geschenk. Jetzt bin ich allerdings auch der Kassenwart des Ortsvereins und habe bereits die ganzen Rechnungen des Wahlkampfes bezahlen dürfen und muss feststellen: Das Budget ist erschöpft! Weitere Ausgaben sind nicht drin. Die Genossen wissen genau, dass ich diese Kasse zusammenhalte. Und daher habe ich mal geschaut, ob es nicht auch günstiger geht und ich vielleicht etwas finde, was schon längst bezahlt ist. Und ich habe etwas gefunden:

Deine Ideen für Bickenbach. Mit diesen hattest Du frühzeitig dargelegt, was Du dir als Bürgermeister vorgenommen hast. Und das solltest du nicht vergessen! Und damit Du den Überblick behältst und abhaken kannst, was du erreicht hast bzw. anmerken kannst, warum auch mal etwas nicht so umsetzbar ist, wie du es dir eigentlich vorgestellt hast, habe ich noch einen Stift und ein paar PostIts dazu gepackt.

Herzlichen Dank, alles Gute, Gottes Segen und Glück auf !

 
 

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