Unser Programm für den Kreis

Garantiert!

Wir wollen ein gutes Leben hier vor Ort für alle Menschen im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Deshalb arbeiten wir daran, Steine für Menschen auf dem Lebensweg beiseite zu räumen. Wir ermöglichen die beste Bildung für alle Kinder und wann immer jemand im Lauf des Lebens in die Sackgasse gerät, zeigen und helfen wir dabei, dass es wieder weitergehen kann. Wir sorgen dafür, dass niemand durch das soziale Netz fällt und stellen uns den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft.

Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen. Das zeigen uns aktuell insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Digitalisierung der Arbeitswelt, der Alterung der Gesellschaft und des Klimawandels. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist es selbstverständlich, uns diesen Aufgaben zu stellen und regionale und lokale Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden.

Die Menschen, die im Landkreis Darmstadt-Dieburg zuhause sind, stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir machen verantwortungsvolle Politik, die gerade in diesen Zeiten Verlässlichkeit schafft für alle.

Wir haben Lust darauf, konkret zu gestalten. Wir haben einen klaren Blick auf die Zukunft und den Willen, unsere Visionen in greifbare Lösungen zu verwandeln. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in den nächsten Jahren in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Bildung, Mobilität und Klimaschutz, Wirtschaft, Digitalisierung, Regionalität und Unterstützung des Ehrenamts.

Wir stehen für das friedliche und respektvolle Zusammenleben aller Generationen und Kulturen. Wir sagen Nein zu Rassismus, Extremismus und Sexismus. In unserem Landkreis ist kein Platz für rechte Hetze! Wir stehen für Vielfalt und Freiheit! Deshalb fördern wir Menschen und Organisationen, die für Miteinander statt Spaltung stehen.

Wir schätzen in höchstem Maße das Engagement der vielen Ehrenamtlichen in Vereinen, Verbänden und Organisationen, ohne die in unserer Gesellschaft vieles nicht möglich wäre und die unsere Gemeinschaft stärken und bereichern.

Verantwortungsvolle Politik für und mit den Menschen bedeutet für uns natürlich auch, dass die finanziellen Rahmenbedingungen des Landkreises stabil bleiben.

Deshalb stehen wir:

  • für kluge Investitionen, einen aktiven Gestaltungswillen und zielgerichteten, sparsamen Umgang mit den finanziellen Mitteln des Landkreises,
  • für eine gute Wirtschaftsentwicklung, die auf Zukunftsfähigkeit setzt,
  • für gute Arbeit und gerechten Lohn,
  • für die Unterstützung der Kommunen im Kreis,
  • für angemessene Beteiligung des Bundes und des Landes Hessen an den Kosten des Landkreises für übertragene Aufgaben,
  • für kontinuierlichen Schuldenabbau.

Das Thema Wohnen beschäftigt die Menschen in unserer Region in besonderem Maße. Während in manchen, meist ländlicheren Gebieten, Wohnraum nicht vermietet ist, gibt es in  den größeren Städten und Gemeinden einen teils eklatant großen Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür sorgen, dass es wenig ungenutzten Wohnraum gibt und dort, wo es möglich ist, weiterer bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Das erreichen wir, indem wir die Anbindung von kleinen Gemeinden an den öffentlichen Personennahverkehr verbessern und nah an den Zentren zusätzliche Wohnungen bauen.

Wir wollen die Schaffung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft (Zweckverband, Genossenschaft o.ä.) zum Bau von gefördertem, bezahlbarem Wohnraum in Kooperation mit den Städten und Gemeinden im Landkreis.

Wir setzen uns dafür ein, dass in Kooperation unter anderem mit dem Bauverein Sozialwohnungen im Landkreis erhalten werden.

Aus unserer Sicht ist zudem der weitere, umweltfreundliche Ausbau von Bus und Bahn nicht nur ein Weg zu mehr Lebensqualität, sondern auch ein kluges Mittel, das Wohnen in ländlichen Gebieten attraktiver zu machen. Gleichzeitig muss der Ausbau der digitalen Infrastruktur so erfolgen, dass arbeiten im Home Office o.ä. problemlos überall möglich ist.

Zu den einzelnen Teilen des Programms

Die Corona-Pandemie hat uns mit erschreckender Deutlichkeit vor Augen geführt, wie wichtig ein wohnortnahes, funktionierendes Gesundheitssystem ist, das die Versorgung der Patientinnen und Patienten unter medizinischen Gesichtspunkten im Fokus hat und nicht überwiegend am Profit ausgerichtet ist.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat unter der politischen Führung von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lange vor der Corona-Pandemie die vergangenen 13 Jahre genutzt, um eine gute wohnortnahe Versorgung der Menschen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich aufzubauen, weiterzuentwickeln und sicherzustellen. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg stehen für eine sehr gute Versorgungsqualität, die medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Trägerschaft des Landkreises sichern die Haus- und Facharztversorgung in der Fläche und sind bundesweit zu einem beispielgebenden Modell geworden.

Für uns ist Gesundheit ein Teil der Daseinsvorsorge, für die der Staat und seine Organe Verantwortung tragen.

Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis wird uns auch in den kommenden Jahren vor immer neue Herausforderungen stellen. Wir wollen deshalb das bisher Erreichte nicht nur erhalten, sonders stetig weiterentwickeln.

Wir wollen, dass die Menschen in unserem Landkreis in jeder Situation selbstbestimmt leben und auf die bestmögliche Unterstützung vertrauen können.

Über das bisher Erreichte hinaus wird unser Handeln im Gesundheits- und Pflegebereich durch folgende Grundsätze bestimmt sein:

  • Wir garantieren unsere Kliniken in öffentlicher Hand! Wir wollen, dass die Kreiskliniken in öffentlicher Trägerschaft des Landkreises bleiben und nicht privatisiert werden. Nur so kann der Landkreis bestimmen, welche Behandlungen angeboten werden.
  • Wir garantieren Qualität! Wir wollen weiter in das qualitativ hochwertige medizinische Angebot der beiden Kreiskliniken in Groß-Umstadt und Jugenheim investieren.
  • Wir garantieren Versorgung! Wir wollen die Vernetzung im ambulanten wie stationären Gesundheitswesen vorantreiben.
  • Wir garantieren Erreichbarkeit! Wir wollen für die Menschen ein in allen Städten und Gemeinden erreichbares medizinisches Angebot, beispielsweise durch Medizinische Versorgungszentren (MVZ), bereitstellen bzw. unterstützen. Dazu gehört für uns vor allem die hausärztliche Versorgung.
  • Wir wollen das gemeinsame Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg nicht zuletzt aufgrund der neuen Herausforderungen ausbauen, um seine wichtige Funktion der Förderung des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung zu gewährleisten.
  • Wir wollen ein gemeinsames Handeln von allen Gesundheitsdienstleistern fördern, bei dem die öffentliche Hand ergänzend und nicht in Konkurrenz zu etablierten Praxen, Pflegediensten oder stationären Einrichtungen auftritt.
  • Wir wollen weitere Anreize für junge Medizinerinnen und Mediziner schaffen, damit sie sich als Haus- und Fachärzte im Landkreis niederlassen. Attraktive Bedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten in unseren Kreiskliniken, geregelte Arbeitszeiten in den Medizinischen Versorgungszentren, die geförderte Bereitstellung von Räumlichkeiten oder Zweigniederlassungen sind u.a. geeignete Instrumente, um Ärztinnen und Ärzte für den Landkreis zu gewinnen und ihnen eine eigene Niederlassung bzw. eine Praxisübernahme zu erleichtern.
  • Wir wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung, den Kommunen, dem Deutschen Roten Kreuz und ortsansässigen Ärztinnen und Ärzten zur Durchführung eines jährlichen Herztages fortsetzen.
  • Wir wollen, dass man in unserem Kreis im eigenen Zuhause alt werden kann.  Deshalb setzten wir auf Pflege, die zu den Menschen nach Hause kommt.
  • Wir wollen einen Ausbau der Tagespflege und die Sicherung von Diensten zur Mahlzeitenversorgung und Hausnotruf.
  • Wir wollen die hervorragende Arbeit der Pflegestützpunkte im Landkreis weiter ausbauen und ausdehnen z.B. in den Bereichen Übergang vom Krankenhaus in die häusliche oder stationäre Pflege und Umsetzung von kultursensibler Pflege.
  • Wir wollen wohnortnahe Beratung und Betreuung von Demenzkranken fördern.
  • Wir wollen weitere Unterstützungs- und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige schaffen.
  • Wir wollen die Angliederung des Pflegedienstes Gersprenz-gGmbH an die Kreiskliniken.
  • Wir unterstützen auch künftig die Arbeit des Mehrgenerationenhauses in Groß-Zimmern und können uns ein weiteres Mehrgenerationenhaus im Landkreis vorstellen.

Wir garantieren Zusammenhalt!

Eine Sozialpolitik, die die Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt, ist für die Gesellschaft und das Zusammenleben im Landkreis Darmstadt-Dieburg genau richtig. Sozialpolitik ist wichtig für alle. Beratung und Unterstützung braucht jeder Mensch irgendwann im Laufe seines Lebens.

Kommunale Sozialpolitik umfasst viele Bereiche des täglichen Lebens, angefangen bei frühen Hilfen und Hebammenversorgung, über Kinderbetreuung, Hilfen zum Unterhalt oder zum Wohnen bis hin zu den Kreisseniorenbeauftragten und zur Pflegeberatung. Sie betrifft uns alle.

Für die SPD ist Sozialpolitik eine Verpflichtung zur Unterstützung all derer, die Beratung und Hilfe benötigen und ein Angebot für diejenigen, die es in Anspruch nehmen wollen. Sozialpolitik ist ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, für die wir garantiert immer einstehen werden.

Sozial vor Ort – Beratung und Hilfe sofort!

Unter dem Motto „Sozial vor Ort – Beratung und Hilfe sofort!“ wollen wir mithilfe des Instruments der Strategische Sozialplanung künftig Beratung, Unterstützung und Angebote passgenauer für die Menschen anbieten.

Dazu werden wir nicht nur vorhandene Daten aus vielen Bereichen aufbereiten und (selbstverständlich anonym) verknüpfen, um Herausforderungen wie Bedürfnisse konkreter zu ermitteln, sondern auch einen Beteiligungsprozess in Gang setzen, der „Betroffene zu Beteiligten“ macht.

Wir wollen Sozialagenturen des Kreises schaffen, die die Menschen vor Ort noch gezielter, umfassender und ganzheitlicher beraten und z.B. bei Antragsstellungen unterstützen. Wir bringen damit Kompetenz in die Fläche.

Erforderlich ist eine genaue Analyse der Gegebenheiten in den einzelnen Kommunen und Regionen des Landkreises. Auf der Basis der erhobenen Daten ergeben sich Rückschlüsse darauf, wo solche Sozialagenturen sinnvollerweise angesiedelt werden. Dabei ist eine enge Vernetzung mit den Kommunen und den freien Trägern vor Ort ebenso wichtig wie ein guter Anschluss mit Bus und Bahn und moderne Arbeitsformen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An dieser Stelle ist eine Verknüpfung mit der Zukunftswerkstatt des Landkreises unerlässlich. Die fortschreitende Digitalisierung bringt darüber hinaus weitere Chancen so zum Beispiel durch Online-Beratungen oder eine Sozial-App des Kreises. Das persönliche Gespräch bleibt dennoch weiterhin ein sehr wichtiger Faktor bei einer umfassenden Beratung.

Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten messen der Sozialpolitik im Landkreis Darmstadt-Dieburg schon immer eine große Bedeutung bei. Wir wollen das, was wir in der Vergangenheit unter SPD-Führung erreicht haben, nicht nur erhalten, sondern ausbauen.

Über das bisher Erreichte hinaus wird unser Handeln im Sozialbereich durch folgende Grundsätze und Vorhaben bestimmt sein:

  •  Wir garantieren einen Ausbau und eine weitere Steigerung der Qualität der Kinderbetreuung, die möglichst kostenfrei angeboten werden soll. Kinderbetreuung ist ein unerlässliches Bildungsangebot für die Jüngsten, sichert Arbeitsplätze und Fachwissen in der Region und verbessert die Chancengleichheit für Kinder wie Erziehende. In die Kindergartenbedarfsplanung müssen verstärkt, in Kooperation mit den kreisangehörigen Kommunen, regionale und strategische Überlegungen einfließen. Der Landkreis ergänzt auch künftig die kommunalen Angebote durch den weiteren Ausbau der Tagespflege. Auf der Basis der vorhandenen Regelungen sollen Tagespflegepersonen künftig besser vergütet und ein Vertretungssystem etabliert werden. Bei der Weiterentwicklung der Kinderbetreuung spielt für uns immer auch der Inklusionsgedanke eine tragende Rolle.
  • Wir werden die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern unterstützen und fördern.
  • Wir schaffen Familienzentren und werden die Erziehungsberatung ebenso wie die Angebote der Frühen Hilfen und der Familienhebammen ausbauen.
  • Wir wollen die bisherige Schulkindbetreuung im Rahmen des Pakts für den Nachmittag zur Ganztagsgrundschule ausbauen. Dazu ist eine entsprechende Unterstützung des Landes Hessen erforderlich sowie eine noch intensivere Kooperation mit den Kommunen. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass die Betreuung im Rahmen des Pakts für den Nachmittag auch bis 14.30 Uhr kostenlos angeboten wird. Zudem unterstützen wir den Ausbau der Frühbetreuung ab 7 Uhr und eine verlängerte Betreuung bis 17.30 Uhr.
  • Wir wollen die Schulsozialarbeit auch an beruflichen Schulen etablieren.
  • Wir wollen das Kreisjugendheim in Ernsthofen als Ort der Bildung und Begegnung erhalten.
  • Wir wollen ein Programm „Demokratische Bildung für Schulen und Jugendbildung“ auflegen und die Arbeit der Kreisvolkshochschule für alle Nutzerinnen und Nutzer in den Bereichen politische und demokratische Bildung intensivieren.
  • Wir wollen die Medienbildung in den Mittelpunkt der künftigen Arbeit der Kinder- und Jugendförderung stellen, denn der Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien muss Eingang in die schulische und außerschulische Bildung finden. Dazu werden Projekte an Schulen gemeinsam mit verschiedenen Trägern durchgeführt.
  • Wir wollen die Erziehung zu Respekt und gegenseitiger Akzeptanz verstärken und dazu auch das Thema „Mobbing“ im Rahmen der Kinder- und Jugendförderung durch gezielte Projekte vor allem an Grundschulen in den Blick nehmen.
  • Wir wollen durch einen weiteren Ausbau von Kooperationen und die noch engere Vernetzung aller Bildungsträger im Landkreis wie in einzelnen Regionen, lokale Bildungslandschaften fördern und begleiten.
  • Wir wollen eine familienfreundliche Kreisverwaltung, sowohl für die Bürgerinnen und Bürger wie für die Beschäftigten. Moderne Arbeitszeitmodelle und Öffnungszeiten (Zukunftswerkstatt), Gender Budgeting, damit Finanzen fair und gerecht eingesetzt werden, sowie paritätisch besetzte Gremien sind hier die Stichworte. Darüber hinaus wollen wir Modelle einer familienfreundlichen Gremienarbeit einführen und erproben.
  • Wir wollen die Arbeit des Frauenhauses weiter unterstützen und das Frauenhaus vor allem für Frauen mit Kindern erweitern. Wir streben ein weiteres Haus im Westkreis an. Es ist selbstverständlich, dass wir die Frauenarbeit insgesamt im Landkreis weiter unterstützen werden.
  • Wir wollen die gute Arbeit der Kreisseniorenbeauftragten weiterhin unterstützen. Dazu gehört selbstverständlich auch ihre Vernetzung mit den in den Kommunen Verantwortlichen sowie die Durchführung von (Pflege-)Konferenzen.
  • Wir wollen als Bestandteil der strategischen Sozialplanung eine Altenhilfeplanung unter Beteiligung der Betroffenen ins Leben rufen, um auf die Bedarfe der älteren Menschen in unserer Gesellschaft noch besser reagieren zu können.
  • Wir unterstützen Angebote seniorengerechten, barrierefreien Wohnens und die Schaffung von Wohngemeinschaften für Seniorinnen und Senioren, für Menschen mit Behinderungen sowie für Demenzkranke.
  • Inklusion ist für uns in allen Bereichen des Landkreises eine Selbstverständlichkeit. Dazu werden nach und nach kreiseigene Gebäude entsprechend um- und ausgestaltet, um vollständige Barrierefreiheit herzustellen. Dies betrifft sowohl die Gebäude wie auch die aktive Unterstützung zur Teilnahme am öffentlichen Leben durch (Gebärden-­) Dolmetscher, Lotsen u.a. und vor allem auch ein System von Bus und Bahn, das für alle funktioniert.
  • Wir garantieren die Umsetzung der Forderungen des Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention des Landkreises Darmstadt-Dieburg.
  • Wir wollen Maßnahmen entwickeln, um im Rahmen der Möglichkeiten des Landkreises und in Zusammenarbeit mit den Kommunen frühzeitig Wohnungslosigkeit zu verhindern und Perspektiven für Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen zu eröffnen.
  • Wir wollen allen Menschen im Landkreis im Rahmen unserer Zuständigkeiten den Zugang zu Bildung, Arbeit und Beschäftigung ermöglichen.
  • Insbesondere die Kreisagentur für Beschäftigung leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag. Ihre bisherigen Programme, gerade auch in Kooperation mit den kreisangehörigen Kommunen, sollen weitergeführt, fortentwickelt und ausgebaut werden. Aufsuchende Aktivierung wird zum Regelangebot, unterstützende Bundesprogramme wie Reha-Pro, die die Gesundheit der Menschen in den Blick nehmen, werden auch im Landkreis umgesetzt.
  • Wir wollen Maßnahmen und Projekte, die Armut, vor allem von Kindern, vorbeugen und von Armut bedrohte Menschen beraten und unterstützen. Die Handlungsempfehlungen aus dem vorliegenden Kinderarmutsbericht des Landkreises und die u.a. daraus resultierenden Empfehlungen der eingerichteten Expertenkommission (runder Tisch zur Kinderarmut) sollen Schritt für Schritt umgesetzt werden.
  • Wir wollen auch künftig einen Kreisausländerbeirat, der sich für die Belange unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund einsetzt.
  • Migration und Vielfalt bereichern unsere Gesellschaft, gegenseitiger Respekt ist für uns unabdingbar. Die Unterstützung der Migrantenselbstorganisationen und die weitere interkulturelle Öffnung der Kreisverwaltung sind uns ebenso wichtig wie der Ausbau der Sprachförderung für Kinder, der verstärkte Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlern bei Schuleingangsuntersuchungen und die Unterstützung der Elternarbeit zur Berufsorientierung bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte.
  • Für Geflüchtete, von denen viele im Landkreis eine Heimat gefunden haben, soll es auch weiterhin insbesondere Integrations- und Deutschkurse (diese vor allem auch für Frauen) geben. Die Integration der Geflüchteten ist ohne die Arbeit der ehrenamtlichen Asyl-Arbeitskreise, die auch weiterhin finanziell unterstützt werden, undenkbar.
  • Wir garantieren die für unser gesellschaftliches Zusammenleben unerlässliche Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, egal in welchen Bereichen und in welchem Alter sie sich engagieren, u.a. durch den Ausbau der Ehrenamtsagenturen im Landkreis und die Qualifizierung der Ehrenamtslotsen. Ein Konzept dazu soll möglichst in Kooperation mit anderen Trägern erarbeitet werden.
  • Garantiert: Wir stehen für eine weltoffene, friedliche Gesellschaft, die von gegenseitiger Achtung und Respekt geprägt ist und in der Hass, Gewalt, Ausgrenzung oder Rassismus keinen Platz haben, daher unterstützen wir das Aktionsbündnis „Bunt ohne Braun“ auch künftig.

Eine gute und verlässliche Bildungspolitik ist ein weiteres Markenzeichen der SPD im Landkreis Darmstadt-Dieburg. In der schulischen Ausbildung unserer Kinder wird die Grundlage für ihren Lebensweg gelegt. Als Schulträger sind wir für die Schulgebäude verantwortlich und kommen dieser Verantwortung in höchstem Maße nach. Unser Ziel ist und bleibt es, dass allen Kindern die gleichen Bildungschancen eingeräumt werden und ihre Talente und Begabungen im Mittelpunkt stehen und nicht ihre soziale Herkunft.

Der Schulbau und die Schulbaumodernisierung sind das Herzstück unserer Bildungspolitik im Landkreis. Über fünfhundert Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren unter unserer Führung in die Schulen investiert. Für uns ist es sehr wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler das Umfeld bekommen, das sie für erfolgreiches Lernen brauchen.

Dazu gehört schon heute neben den Investitionen in die Gebäude vor allem auch die moderne Ausstattung der Schulen einschließlich einer möglichst raschen Umsetzung der Digitalisierung.

Die Umsetzung des Schulbau- und Schulmodernisierungsprogramms befindet sich in der Schlussphase, doch einige Schulen warten noch auf die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen. Diesen Schulen sichern wir zu, dass unser Schulbauprogramm erst dann abgeschlossen ist, wenn an allen Schulen die geplanten Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

Über das bisher Erreichte hinaus gilt für die Zukunft:

  • Wir wollen in den kommenden Jahren die Schullandschaft in Dieburg im Dialog mit der Kommune weiterentwickeln und die notwendigen Schritte mit Augenmaß einleiten und umsetzen.
  • Wir garantieren den Grundsatz „kurze Beine – kurze Wege“. Mit den neuen Grundschulen, die in den nächsten Jahren in Weiterstadt, Griesheim, Pfungstadt und Babenhausen gebaut werden, tragen wir diesen Grundsatz in die Kommunen und steigern deren Attraktivität für Eltern und Kinder.
  • Wir wollen einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan Darmstadt-Dieburg und Darmstadt und damit für eine stetige Fortentwicklung der gemeinsamen Bildungsregion sorgen.
  • Wir wollen in unseren schulischen Bildungsstätten auch weiterhin eine moderne Ausstattung, die pädagogischen und aktuellen Anforderungen Rechnung trägt.
  • Wir garantieren, dass wir die Chancen, die die Digitalisierung bietet, für unsere Schulen nutzen. Dazu wollen wir unsere Schulen konsequent modernisieren und insbesondere den Bereich der IT fit für die zeitgemäßen Anforderungen machen.
  • Neben der Schaffung der technischen Voraussetzungen ist es für uns von besonderer Bedeutung, dass alle Kinder gleichermaßen an der Digitalisierung teilhaben können. Dazu müssen wir ihnen auch außerhalb der Schule Zugang zu schnellem Internet und entsprechenden Endgeräten ermöglichen. Deshalb haben wir als Landkreis digitale mobile Endgeräte an bedürftige Schüler verteilt.
  • In Zeiten der Corona-Pandemie leistet der Landkreis u.a. mit der Anschaffung von Luftreinigungsgeräten seinen Anteil daran, dass in den Schulen sicherer gearbeitet werden kann.
  • Wir wollen, dass Schule eine selbstbewusste, kreative und kritische Mediennutzung vermittelt, die über Chancen und Risiken gleichermaßen aufklärt. Die Kinder- und Jugendförderung wird mit schulischen wie außerschulischen Partnern verstärkt Projekte der Medienbildung durchführen.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, ihm kommt als Teil der Metropolregion Rhein-Main-Neckar auch eine besondere koordinierende und beratende Funktion für Wirtschaft, Verwaltungen und die Menschen vor Ort zu.

Durch die Lage des Landkreises in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas mit zahlreichen weltweit operierenden Unternehmen und einer international aufgestellten Arbeitnehmerschaft spielt Wirtschaftsförderung eine besondere Rolle. Sie ist Koordinationspartner, Service- und Beratungsstelle sowie Ansprechpartner für lokale wie internationale Akteure.

Eine modern aufgestellte Verwaltung und eine durch unseren Zweckverband NGA-Netz ermöglichte gute digitale Infrastruktur sind weitere wichtige Faktoren und für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Darmstadt-Dieburg von besonderer Bedeutung.

Der Wirtschaftsstandort lebt aber in ganz besonderem Maße von den Menschen, die hier leben und arbeiten. Deshalb sind für uns gute Bildungs- und Weiterbildungsangebote, Unterstützung in besonderen Lebenslagen und eine Kreisagentur für Beschäftigung ebenso wichtig für einen erfolgreichen Arbeitsmarkt wie nutzerfreundliche Mobilitätsangebote und die gute Erreichbarkeit der Arbeitsplätze.

Über das bisher Erreichte hinaus wollen wir:

  • Wir wollen eine noch stärkere Vernetzung der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit den entsprechenden kommunalen Angeboten, um Aufgaben zu bündeln, gemeinsam besser zu werden und für am Standort Darmstadt-Dieburg Interessierte wie für bereits angesiedelte Unternehmen ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot vorzuhalten.
  • Wir wollen im Landkreis die Existenzgründungen in enger Kooperation mit Hochschulen, Universität, Kammern und Kommunen weiter fördern und unterstützen, u.a. durch Fördermittelberatung sowie den „Tag der Gründung“. Darüber hinaus wollen wir ein Netzwerk von Existenzgründungen und Start-ups etablieren, in dem Erfahrungen ausgetauscht und weitergegeben werden.
  • Wir wollen, dass das LEADER-Programm der Europäischen Union, über das in den letzten Jahren bereits über 2 Mio. Euro, auch für Existenzgründungen, in den Landkreis geflossen sind, auch in der nächsten Förderperiode ab 2021 fortgesetzt wird.
  • In zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens arbeiten der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die kreisangehörigen Kommunen sowie die Stadt Darmstadt bereits eng und sehr erfolgreich zusammen. Wir wollen die interkommunale Zusammenarbeit auf weitere Kooperationsbereiche ausdehnen, sofern dies die Wirtschaftlichkeit und Qualität voranbringen kann. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass die Menschen auch weiterhin vor Ort ihre Anliegen erledigen können.
  • Wir garantieren eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur als wesentlichen Baustein für erfolgreiche Wirtschaftskraft, Beschäftigung und Verwaltung. Mit dem Zweckverband „NGA-Netz Darmstadt-Dieburg“ wurde in interkommunaler Zusammenarbeit eine entscheidende Grundlage für den Breitbandausbau im Landkreis gelegt. Auch in Zukunft wollen wir, dass selbst dort, wo sich der Ausbau von Glasfaser für die Anbieter nicht lohnt, dieser durch unsere Förderung gelingt. Im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben wollen wir dabei kommunale und lokale Unternehmen unterstützen.
  • Neben einem flächendeckenden Glasfasernetz braucht es als Grundlage der Digitalisierung flächendeckende Mobilfunknetze. Hier sehen wir ein enorm wichtiges Entwicklungspotenzial für die Region, damit die Chancen der Digitalisierung beispielsweise in Bereichen wie Mobilität und Industrie 4.0 auch umgesetzt werden können. Wir wollen daher die lückenlose Verfügbarkeit von LTE (4G) im Landkreis sicherstellen und forcieren, dass der Mobilfunkstandard der 5. Generation (5G) bei uns für die Menschen sowie die Unternehmen nutzbar gemacht wird.
  • Wir garantieren deshalb die Weiterentwicklung des NGA-Zweckverbandes, um Versorgungslücken zu schließen und um zukünftig von den geplanten Fördermöglichkeiten des Bundes und des Landes beim Mobilfunkausbau zu profitieren.
  • Der Ausbau des Mobilfunknetzes muss von einer Informationskampagne begleitet werden, die die Vorteile der Technologie verdeutlicht und möglichen Vorbehalten entgegenwirkt.
  • Gemeinsam mit den Landkreisen Bergstraße, Groß-Gerau und Odenwald sowie der Stadt Darmstadt soll das Konzept der 5G-Modellregion zum Erfolg geführt werden, damit weitere Fördermittel des Bundes in die Region fließen.
  • Die Hochschule Darmstadt ist mit vielen Studiengängen, die sich der Digitalisierung widmen, am Campus in Dieburg vertreten. Wir wollen diesen Standort erhalten und im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterentwickeln. Vor allem können wir uns auch gemeinsame Vorhaben in den Bereichen der digitalen Optimierung von Transporten (Pakete), der Beratung von Unternehmen oder der Entwicklung nachhaltiger Baugebiete vorstellen.
  • Wir setzen uns für die Vernetzung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von Start-Ups mit Blick auf die Möglichkeiten von Industrie 4.0 ein, damit diese von den bereits existierenden Projekten in der Region profitieren.
  • Wir wollen den Landkreis Darmstadt-Dieburg zusammen mit weiteren regionalen Akteuren zu einer Smart Region entwickeln, um die Chancen, die die Digitalisierung bietet, im Interesse der Gesellschaft wie der Wirtschaft gewinnbringend einzusetzen. Die Handlungsfelder Energie, Wirtschaft und Mobilität bieten sich hier als erste Bausteine an.
  • Wir wollen den eingeschlagenen Weg zu einer modernen, bürgernahen Verwaltung konsequent weitergehen. Das heißt für uns, dass Verwaltungsdienstleistungen soweit wie möglich auch online verfügbar sein müssen, ohne den persönlichen Kontakt zwischen Verwaltung und den Menschen vor Ort einzustellen. Wir wollen einen kundenfreundlichen und effektiven Service der kurzen Wege.
  • Wir garantieren im Zuge der weiteren Modernisierung der Kreisverwaltung die verstärkte Einrichtung von Arbeitsplätzen im Home Office, die zügige Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und die Fortführung und Überarbeitung der Instrumente der Bürgerbeteiligung und -information (wie beispielsweise die Übertragung der Kreistagssitzungen oder der Abruf kreiseigener statistischer Daten).
  • Wir garantieren die stetige Modernisierung und Instandhaltung der kreiseigenen Liegenschaften. Sie ist uns ebenso ein besonderes Anliegen wie der Ausbau der Angebote dezentraler Dienstleistungen in den Kommunen des Landkreises. Und egal, ob der derzeitige Standort der Kreisverwaltung saniert oder ob neu gebaut wird, die Kreisverwaltung muss an allen ihren Standorten auch künftig bequem mit Bus und Bahn erreichbar sein.
  • Wir wollen u.a. zusammen mit den Wirtschaftsverbänden eine Initiative starten, die Gemeinschaftsbüros (sog. Coworking Spaces) in den Kommunen schafft, um wohnortnah moderne Arbeitsplätze bereitzustellen. Dies würde u.a. zu weniger Pendelverkehr im Sinne des Klimaschutzes, mehr Lebensqualität für die Einzelnen und einer Neunutzung von Gebäuden und Gewerbeimmobilien vor Ort führen.

Wir wollen eine zukunftsfähige Mobilität im Landkreis Darmstadt-Dieburg! Der Verkehr in unserer Region soll besser, umweltverträglicher, leiser und klimafreundlich werden. Dafür setzen wir uns ein - mit einer Ausbauoffensive bei Bussen und Bahnen.

Allerdings wird auch zukünftig der Autoverkehr für viele Menschen eine wichtige Rolle spielen, da sie schlicht auf ihr Fahrzeug angewiesen sind.

Daher verstehen wir eine moderne Verkehrspolitik als ganzheitliches Modell, in dem alle Verkehrsmittel betrachtet und effizient aufeinander abgestimmt werden müssen.

Vor diesem Hintergrund ist es in Zeiten von überfüllten Straßen wichtig, Anreize zu schaffen, um mehr Menschen von der Nutzung von Bus und Bahn und des Fahrrads zu überzeugen. Nur so können unsere Straßen vor dem Kollaps bewahrt werden. Das hilft auch denjenigen, die auf ihr Auto angewiesen sind.

Dabei sind neben den regionalen und überregionalen Verbindungen auch die Verkehrswege zwischen den Landkreiskommunen zu betrachten, damit Schulen und Bildungsstätten, medizinische Einrichtungen, Ämter oder Beratungsstellen möglichst gut mit Bus und Bahn zu erreichen sind.

Zudem wird immer deutlicher, dass die Verkehrsprobleme unserer Zeit nicht an den Grenzen von Landkreisen, Städten und Gemeinden haltmachen. Nachhaltige Lösungen können nur gemeinsam entwickelt werden.

Über das bisher Erreichte hinaus wollen wir:

  • Wir wollen den Verkehrsgipfel zwischen Landkreis und Stadt Darmstadt als dauerhaftes Gremium etablieren und konstruktiv begleiten.
  • Wir wollen für einen attraktiven regionalen ÖPNV über das Gebiet der Dadina hinaus gemeinsam mit den zuständigen Nahverkehrsorganisationen auch die Kommunikation mit den Nachbarlandkreisen Groß-Gerau, Odenwaldkreis, Kreis Bergstraße, Landkreis Aschaffenburg und Landkreis Offenbach intensivieren.
  • Wir wollen die Odenwaldbahn ausbauen und das Angebot verbessern. Wir garantieren die Verlängerung der Bahnsteige. Langfristig müssen abschnittsweise Zweigleisigkeit sowie ein Betrieb ohne Abgase folgen.
  • Wir setzen uns für den Ausbau der S-Bahn aus dem Landkreis Offenbach nach Dieburg ein, um auch den östlichen Landkreis an das S-Bahnnetz anzuschließen.
  • Langfristig ist eine „Ringbahn“ Frankfurt - Dieburg - Darmstadt - Frankfurt und die Verlängerung der S4 bis Darmstadt Hauptbahnhof, perspektivisch bis Pfungstadt, unser Ziel.
  • Wir wollen, dass zur Verbesserung des Komforts in Zügen und S-Bahnen der Ausbau des WLAN-Netzes zügig abgeschlossen wird. Zudem wollen wir prüfen, ob in der nächsten Ausschreibung der S-Bahnen das Angebot von Zugtoiletten berücksichtigt werden kann.
  • Wir wollen die Erweiterung des vorhandenen Straßenbahnnetzes zum Anschluss von Roßdorf, Groß-Zimmern und innerhalb Griesheims. Perspektivisch ist auch eine Verlängerung der Straßenbahn bis zu einer zentralen Umsteigestation (z.B. im Bereich des Semder Kreuzes) in Erwägung zu ziehen. Eine mögliche Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Weiterstadt wollen wir im Einvernehmen mit der Kommune unter Beteiligung der Bevölkerung prüfen.  
  • Wir setzen uns für einen zeitnahen Bau der Busbeschleunigungsspur am Darmstädter Ostbahnhof ein, damit der Busverkehr aus dem östlichen Landkreis schneller und attraktiver wird.
  • Garantiert: Gemeinsam mit dem Odenwaldkreis und den Städten Dieburg, Groß-Umstadt, Groß-Bieberau und Pfungstadt wollen wir die drei großen Verkehrsinfrastrukturprojekte im Landkreis (den Ausbau der B 45 zwischen Dieburg und Groß-Umstadt), die Ortsumfahrung Groß-Bieberau (B 38) und die Planung für die Ortsumgehung Eschollbrücken (L 3097) zügig voranbringen. Dazu fordern wir Informationen und Unterstützung vom Land, um die Planungen vorantreiben zu können.
  • Wir wollen auch den Busverkehr ausbauen, klimafreundlicher machen und garantieren den Umstieg auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben insbesondere durch den verstärkten Einsatz von batterie- und wasserstoffgetriebenen Bussen.
  • Wir stehen für attraktive Angebote für Schülerinnen und Schüler mit Bus und Bahn.  
  • Mit der Einführung von sog. „Demand-Systemen“ (Bestellsystemen) garantieren wir ein attraktives ergänzendes Angebot, das Fahrgäste individuell von A nach B bringt. Wir wollen ein solches System zügig im ganzen Landkreis umsetzen.
  • Moderne Haltestellen, Haltepunkte und Bahnhöfe steigern die Attraktivität des ÖPNV. Ein barrierefreier Zugang und Einstieg muss dabei Standard sein. Dafür setzen wir uns ebenso nachdrücklich ein wie für die Weiterentwicklung von größeren Bahnhöfen zu Mobilitätstationen mit ausreichend Parkplätzen für Fahrräder, mit Sharingangeboten, aber auch Abstell- und Auflademöglichkeiten für Autos sowie Fahrkartenverkauf und Erfrischungsstation.
  • Wir wollen auch den Ausbau von P+R- sowie B+R-Plätzen in den Fokus nehmen, weil immer mehr Menschen mit dem Fahrrad oder dem Auto zum Bahnhof fahren. Wir setzen uns für eine stärkere Unterstützung dieser Maßnahmen durch das Land bzw. den Verkehrsverbund ein.
  • Wir wollen, dass Fahrräder an den Bahnhöfen sicher und trocken abgestellt werden können. Dafür müssen ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, die außerdem mit Lademöglichkeit für E-Bikes und mit Schließfächern versehen sind.
  • Mit der fortschreitenden Digitalisierung ist es möglich, Verkehrsströme zu erfassen und zu steuern sowie umfassende Informationen bereitzustellen. Wir setzen uns nachdrücklich dafür ein, dass die entsprechende Technik auch im Landkreis eingesetzt wird. Unser Ziel ist es, dass den Pendlerinnen und Pendlern jederzeit und überall einfach abrufbare Informationen über freie Fahrradstellplätze sowie Autostellplätze an Bahnhöfen, kombinierte Fahrpläne der Verkehrsträger, Angebote für Demand- und Sharing-Systeme und vieles anderes mehr, was zur Attraktivität neuer Verkehrsformen beiträgt, zur Verfügung stehen. Die bereits vorhandenen digitalen Angebote (APPs) sind zwingend zu vereinheitlichen und ihre Nutzung zu vereinfachen.
  • Neben der Verbesserung des Angebots und der Infrastruktur ist die Tarifstruktur ein weiterer Baustein zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. Wir setzen uns daher für die Einführung eines 365 Euro-Jahrestickets für alle Menschen in der Region ein.
  • Den Komfortzuschlag für den Airliner wollen wir abschaffen, damit dadurch auch die Fahrt zum Flughafen, egal, ob zum Arbeitsplatz oder zur Reise, attraktiver wird.
  • Wir wollen eine noch engere Verknüpfung mit den benachbarten Verkehrsträgern und -verbünden, damit die Verkehrswege der Menschen noch intensiver untersucht und Tarife und Fahrpläne auch landkreisübergreifend abgestimmt werden. Beispielsweise soll in Abstimmung mit dem RMV ein Übergangstarif nach Aschaffenburg mit der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain angestrebt werden.
  • Wir wollen prüfen lassen, ob auch kleinere Betriebe am Jobticket-Programm teilnehmen können.   
  • Der Radverkehr erfreut sich auch im Landkreis großer Beliebtheit. Mit dem Radwege- und dem Verkehrsentwicklungsplan liegen entsprechend hervorragende Grundlagen vor. Wir wollen das Radwegenetz mit dem Bau weiterer neuer Radwege und durch Lückenschlüsse noch attraktiver und sicherer machen. Landkreis, Städte und Gemeinden (mit Unterstützung von Bund und Land) arbeiten hierbei Hand in Hand.
  • Der Flughafen Frankfurt ist durch seine Arbeitsplätze und als Standort international tätiger Unternehmen ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Wohlstand unserer Region. Gleichzeitig leben in dieser Region eine sehr große Zahl von Menschen, die durch die Flugbewegungen belastet werden. Wir fordern deshalb weitere Maßnahmen zum wirksamen Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm und unterstützen nachdrücklich das aktuelle 10-Punkte-Programm der Fluglärmkommission, das unter anderem Anreize für lärmarmes Starten und Landen vorsieht.
  • Wir garantieren die Unterstützung der betroffenen Kommunen entlang der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim in ihrem Bestreben nach einem übergesetzlichen Lärmschutz.

Der Schutz unserer Umwelt und des Klimas sichert unsere Zukunft in einem nachhaltig ausgerichteten Landkreis. Wir wollen in unserer Region und für unsere Region geeignete Maßnahmen anregen und umsetzen, denn für uns ist klar, dass viele kleine Projekte in Summe Großes bewirken.

Wir sehen in dem vorliegenden „Integrierten Klimaschutzkonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seine kreisangehörigen Kommunen“ eine große Chance zur Koordination und Vernetzung von Maßnahmen sowie zur Information und Aufklärung der Menschen im Landkreis. Selbstverständlich halten wir am Erreichen des Ziels, 2050 als Landkreis klimaneutral zu sein, fest.

Dazu gehört für uns u.a. die Erneuerbaren Energien-Potenziale im Landkreis auszuschöpfen, die Wärmenutzung auszubauen sowie die Mobilitätswende zur CO₂-Minimierung.

Zum nachhaltigen Schutz von Klima und Umwelt ist es für uns unerlässlich, dass alle relevanten Akteure aus Landkreis, Kommunen, Land- und Forstwirtschaft, Energiewirtschaft, Verkehrsträgern sowie entsprechenden Organisationen und Verbänden fachgebietsübergreifend zusammenarbeiten.

Dem Landkreis kommt hier eine überwiegend koordinierende und beratende Rolle zu, die aus unserer Sicht jedoch zwingend geboten ist, um dem Klimaschutz in der Region einen weiteren Schub zu geben.

Über das bisher Erreichte hinaus wollen wir:

  • Recycling fängt vor Ort an. Mit der kreiseigenen AZUR GmbH verfügt der Landkreis über eine einen Entsorgungsbetrieb, der für fachgerechte und umweltschonende Sortierung und Zerlegung von Elektroaltgeräten bzw. deren Reparatur und Weiterverwendung zuständig ist. Auch diesen Betrieb wollen wir erhalten und, soweit möglich, weitere Geschäftsfelder erschließen.
  • Garantiert: Mit dem Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Zweckverband Abfallverwertung Südhessen stehen zwei Verbände zur Verfügung, die in den Bereichen Entsorgung wie auch Energiegewinnung schon seit vielen Jahren erfolgreich arbeiten. Wir wollen diese Zweckverbände auf jeden Fall in kommunaler Hand halten und ihre Tätigkeitsfelder im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz möglichst noch ausweiten. Wir wollen eine Kampagne zur Müllvermeidung ins Leben rufen.
  • Wir sehen es nach wie vor als erforderlich an, dass es im Landkreis für alle Bevölkerungsgruppen zugängliche, umfassende Informations- und Beratungsangebote in den Bereichen Energie und Klimaschutz gibt. Dies kann und muss in Kooperation mit verschiedenen Partnern und Organisationen erfolgen, der Landkreis soll dazu aber koordinierend und zentral werbend tätig werde.
  • Garantiert: Wir setzen das „Integrierte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seine kreisangehörigen Kommunen“ um.
  • Sanierung und Unterhaltung kreiseigener Gebäude und Liegenschaften sollen ressourcenschonend erfolgen, auch bei Beschaffungen sollen vorzugsweise energiesparende und umweltschonende Produkte zum Einsatz kommen. Ausschreibungen sollen diese Aspekte berücksichtigen.
  • Der kreiseigene Fuhrpark soll sukzessive weiter auf umweltfreundliche, emissionsarme Technologien umgestellt werden. Dies betrifft auch die Prüfung, ob und wie beispielsweise Lastenfahrräder oder ähnliche Transportmittel eingesetzt werden können. Dazu ist außerdem die entsprechende Infrastruktur wie E-Tankstellen oder Abstellmöglichkeiten zu schaffen.
  • Um den Klimaschutz weiter voranzutreiben und ein sichtbares Zeichen für unser Engagement zu setzen, wollen wir eine Teilnahme des Landkreises am European Energy Award (eea), ein internationales Qualitäts- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz. Die für den Zertifizierungsprozess erforderlichen Mittel wollen wir bereitstellen.
  • Wenn der Landkreis im Rahmen von gesetzlichen Beteiligungsverfahren Stellungnahmen abgibt, ist der Aspekt des Schutzes der Bevölkerung vor Lärm und Schadstoffen sowie der Schutz von Natur und Umwelt von herausgehobener Bedeutung und bei eigenen Maßnahmen besonders zu berücksichtigen.
  • In Zukunft sollen auf allen schriftlichen Vorlagen des Kreistages symbolische Ampeln auf den Ressourceneinsatz aufmerksam machen.
  • Wir garantieren die Stärkung der nachhaltigen Landwirtschaft in unserer Region und wollen das Projekt Ökolandbau zusammen mit der Ökomodellregion Süd weiterführen. Gerade in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten in und aus der Region sehen wir eine große Chance für Anbieter wie für Konsumenten sowie einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Naturschutz. Diese Möglichkeit der regionalen Wertschöpfung und der kurzen Transportwege wollen wir im Dialog mit Landwirtschaft, Einzelhandel, örtlichen Dienstleistungen, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern stärken.
  • Wir wollen einen Dialog mit den Landwirten, um im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft weniger Plastik und Folien auf den Feldern, weniger Düngung und Spritzung sowie mehr Blüh- und Randstreifen auf Feldern und Wegen zu erreichen.
  • Wir wollen die vielfältigen Naturräume im Landkreis erhalten und schützen. Biodiversität, Landschaftspflege und Artenvielfalt müssen unser gemeinsames Ziel sein. Deshalb sollen u.a. künftig die Einnahmen aus der Jagdsteuer für Projekte zum Schutz von Wald und Natur eingesetzt werden.
  • Im Natur-, Umwelt- und Tierschutz sind viele Menschen im Landkreis ehrenamtlich aktiv. Diese wertvolle Arbeit wollen wir auch weiterhin unterstützen. Mit der Alfred-Fischer Tier- und Naturschutzstiftung haben wir im Landkreis die Möglichkeit geschaffen, vielfältige Projekte gerade auch für und mit Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Gesellschaft und Kultur leben auch in unserem Landkreis von den vielen Menschen, die sich in vielfältiger Art und Weise ehrenamtlich betätigen. Unsere Vereine sind ein wichtiger Teil unserer regionalen Identität und leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen und sozialen Leben. Sie tragen zur Lebensqualität, Lebensfreunde und Gesundheit bei, vermitteln Werte und stärken den sozialen Zusammenhalt. Durch ihr differenziertes und wohnortnahes Angebot leisten sie unverzichtbare Beiträge zur individuellen und sozialen Entfaltung der Menschen in unserer Gesellschaft.

Wir sehen die besondere Bedeutung von Vereinen und Ehrenamt und wollen deren Arbeit im Rahmen der Möglichkeiten des Landkreises auch in Zukunft besonders unterstützen.

Deshalb

  • garantieren wir auch künftig, die kreiseigenen Sporthallen den Vereinen kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
  • erhalten die Sportvereine in Zusammenarbeit mit dem Sportkreis Darmstadt-Dieburg wie bisher klare Auskünfte, mit welchen Kreismitteln sie bei der Planung ihrer Aktivitäten rechnen können.
  • setzen wir uns für die Fortsetzung des Bürgschaftsprogramms GUT der Sparkassen ein, durch das bereits viele Vereine unterstützt werden konnten.
  • wollen wir einen Ehrenamtspreis für Einzelpersonen oder Vereine, die sich im Landkreis besonders im kulturellen, religiösen, sozialen, politischen oder kreisgeschichtlichen Leben verdient gemacht haben, ein Mal pro Jahr ausloben.
  • werden wir die Tradition der Verleihung des Georg-Christoph-Lichtenbergpreises für bildende Kunst und für Literatur beibehalten und diesen um einen Preis für Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 24. Lebensjahr ergänzen.
  • wollen wir auch weiterhin das Engagement des Landkreises zusammen mit unseren kommunalen Nachbarn im Kultursommer Südhessen aufrechterhalten.
  • Werden wir einen Preis für Demokratie und Zivilcourage ins Leben rufen, um jährlich junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, Schulklassen oder Gruppen auszuzeichnen, die sich zivilgesellschaftlich engagieren und sich mutig für Demokratie und Menschenwürde einsetzen.

Was wäre unser Landkreis und unsere Gemeinschaft vor Ort ohne die ehrenamtliche und professionelle Arbeit der Feuerwehren? Die öffentliche Sicherheit wäre erheblich in Gefahr. Dank tausender ehrenamtlich tätiger Frauen und Männer ist technische Hilfe möglich und bezahlbar. Darüber hinaus leisten die Feuerwehrvereine, genau wie die Ortsvereine der anderen Hilfs– und Rettungsdienste, eine hervorragende Kinder- und Jugend- sowie Vereinsarbeit. Dies stärkt die soziale Verantwortung für die Mitmenschen genauso wie das Gemeinschaftsgefühl.

Durch den professionell organisierten Rettungsdienst mit Notarzteinsatzfahrzeugen in Darmstadt, Jugenheim, Dieburg und Groß-Umstadt sowie flächendeckend eingerichteten Rettungswachen, betrieben durch die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Arbeiter-Samariter-Bund und Malteser Hilfsdienst, ist die Notfallversorgung im gesamten Kreisgebiet gewährleistet.

Darüber hinaus stehen in vielen Städten und Gemeinden ehrenamtliche Voraushelfersysteme zur Verfügung, die den Rettungsdienst unterstützen und zum Beispiel von DRK-Ortsvereinigungen und Feuerwehrvereinen getragen werden. Diese gut ausgebildeten und ausgerüsteten Ersthelfer verfügen meist über langjährige Erfahrung, unter anderem im Umgang mit Defibrillatoren. Sie werden über unsere Rettungsleitstellen parallel zu Notarzt und Rettungsdienst alarmiert, wenn absolute Eile geboten ist. So konnte in den vergangenen Jahren manches Leben gerettet und manche Notlage schnell beseitigt werden.

Wir sind stolz auf unsere flächendeckende Notfallversorgung. Wir sind dankbar für die vielen tausend Menschen im Landkreis, die sich rund um die Uhr ehrenamtlich für Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitmenschen einsetzen und dafür viele Stunden ihrer Freizeit investieren. Wir garantieren den Feuerwehren und den professionell wie ehrenamtlich tätigen Rettungsdiensten auch künftig unsere aktive Unterstützung und werden für ihren Fortbestand und Ausbau weiter Sorge tragen.

 

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